Osteopathie für Frauen und Kinder

Viele Frauen sind heutzutage einer Mehrfachbelastung und hohem Druck ausgesetzt. Für den jeweiligen Organismus bedeutet dies eine große Herausforderung in seinem natürlichen Regulationsprozess, dessen Anliegen es ist, alle Systeme im Gleichgewicht zu halten.

 

 

Übermäßiger Stress kann das Nervensystem in einer permanenten ‚Gefahreneinstellung‘ halten und somit wichtige Prozesse wie beispielsweise die Verdauung drosseln, welche aber einerseits wichtig für die Nährstoffgewinnung und somit Energieversorgung ist und andererseits einen Teil der Entgiftung über die Ausscheidung übernehmen sollte.

Auch der hormonelle Regelkreis kann unter anderem mit einem erhöhten Cortisolspiegel reagieren. Zuständig für die Entzündungshemmung führt die Erhöhung über einen längeren Zeitraum zu einer Erschöpfung der Cortisolproduktion, die sich wiederum förderlich auf chronische Entzündungsprozesse im Körper auswirken kann.

Sind diese Regelsysteme zu lange aus dem Gleichgewicht, macht unser Körper dies durch unterschiedlichste Symptome bemerkbar – beispielsweise durch:

 

  • Verdauungsstörungen
  • (Spannungs)Kopfschmerz/Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • wiederkehrende Blasenentzündungen
  • Chronische Erschöpfung/Schlafstörungen
  • Schmerzen in unterschiedlichen Körperregionen

 

Doch auch ein unerfüllter Kinderwunsch kann die Folge von anhaltenden Spannungszuständen und die daraus resultierenden Dysfunktionen sein. Je freier ein Organismus ist, umso harmonischer ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Systeme (hier insbesondere auch des Hormonsystems), was sich wiederum positiv auf eine Einnistung auswirken kann.

 

Dieselben Prinzipien gelten natürlich auch während einer Schwangerschaft – in dieser besonderen  Zeit ist ein spannungsfreier Organismus vor allem für die Versorgung des Babys und  letztendlich für seine Lage wichtig, welche es vor der Geburt einnimmt. Spannungen können das Baby daran hindern, sich in eine optimale Geburtslage zu bringen. Die Folge sind intrauterine Zwangshaltungen und komplizierte Entbindungen (Saugglocken-/Zangengeburt) oder ein (Not)Kaiserschnitt. Daraus resultierende Beschwerden im Narbenbereich nach Damm- bzw. Kaiserschnitt oder Beckenbodendysfunktionen sind nur ein kleiner Teil der Probleme mit der die frisch gebackene Mutter konfrontiert sein kann.

 Die große Herausforderung eines Kindes ist es zu wachsen

und sich auf allen Ebenen zu entwickeln – und je freier so ein kleiner Organismus mit all seinen Systemen ist, umso optimaler kann er sich auch entfalten.

 

 

Dieser mütterliche Stress durch physisch und psychische Belastung stellt auch für das Kind im Bauch eine Herausforderung dar. Doch auch durch den voranschreitenden Wachstumsprozess, durch Unfälle oder andere Einflüsse können im Laufe des kindlichen Lebens Bewegungseinschränkungen im Gewebe entstehen, welche das Kind in seiner Entwicklung bremsen oder zu diversen Symptomen führen wie zum Beispiel:

 

  • Regulationsstörungen ('Schreibabys'), Schreckhaftigkeit und erhöhte Überstreckungsneigung
  • Stillprobleme, Saug- und Schluckstörungen,Verdauungsprobleme
  • Plagiocephalie und Torticollis oder einfach eine bevorzugte Haltung des Kopfes
  • Entwicklungsstörungen/-verzögerungen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit, wiederkehrende Mittelohrentzündungen oder Schnupfen
  • Allgemeines oder nächtliches Einnässen
  • Juckreiz, Ekzeme, Hautprobleme
  • Zehenspitzengang

 

Um Ihnen und/oder ihren Kindern bestmöglich helfen zu können, nehme ich regelmäßig an weiterführenden Kursen teil, die sich u.a. mit dem Thema Fruchtbarkeitsstörungen, der Behandlung von Säuglingen und (Klein)Kindern, dem hormonellen Gleichgewicht und der Schwangerschaftsbegleitung auseinandersetzen.