Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine manualtherapeutische Zusatzausbildung für Physiotherapeuten oder Ärzte.

Die Grundausbildung findet berufsbegleitend statt und nimmt 5 Jahre in Anspruch.

 

Inhalt dieser Ausbildung ist ein intensives Anatomiestudium, welches für das grundlegende Verständnis von Tests und Behandlung der einzelnen Körperstrukturen unumgänglich ist. Die gesamte manualtherapeutische Arbeit findet, wie der Name schon sagt,  einzig und alleine mit den Händen statt. Auf Präsenz und Feingefühl in der Palpation wird dabei während der gesamten Ausbildung viel Wert gelegt.

 

Durch weiterführende Seminare  kann das Wissen zu spezifischen Themen aus osteopathischer Sicht vertieft werden.

 

 

 

Das Grundprinzip der Osteopathie ist, unabhängig von Symptomen und Pathologien, jeden Menschen  in seiner Gesamtheit zu untersuchen und zu behandeln. Immer mit dem Ziel vor Augen, die unterschiedlichsten Bewegungseinschränkungen der einzelnen Gewebsstrukturen wieder herzustellen und sie ins Gesamtsystem zu integrieren.

 

Dies führt zu einer verbesserten Zusammenarbeit des Körpers als funktionelle Einheit, wodurch er sein natürliches Selbstheilungssystem ankurbeln kann.

 

 

 

Was wird in der Osteopathie behandelt?

 

  • Das Skelett als stabilisierendes Grundgerüst
  • Muskeln, die am Skelett ansetzen und durch ihre Eigenschaft der Längenveränderung  das bewegende System der einzelnen Knochen und Gelenke bilden
  • Organe als Kraftwerke des Körpers, welche ebenso ihre Anheftung am Skelettsystem haben
  • Blut- und Lymphgefäße, die alle Strukturen des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen oder die im Gewebe  anfallenden Abfallprodukte abtransportieren
  • Das Nervensystem, welches ausgehend von Gehirn und Rückenmark den Körper mit Informationen der bewussten und unbewussten Steuerung versorgt
  • Faszien, die als Binde- und Stützgewebe eine kontinuierliche Hülle um einzelne Strukturen (wie z.B. Muskeln und Organe) bilden und letztlich den gesamten Körper umspannen

 

 

Hieraus wird ersichtlich wie sehr einzelne Bereiche in Abhängigkeit zum restlichen Körper arbeiten. Jede Störung kann sich auf den gesamten Körper ausbreiten.

 

 

Zur Behandlung stehen unterschiedliche Techniken zur Verfügung.

Genauere Informationen dazu finden Sie auf der offiziellen Seite des deutschen Osteopathie Kollegs.

Wobei kann Osteopathie helfen?


Da sich die Osteopathie als manualtherapeutisches Konzept immer in die Rahmenbedingungen einer physiotherapeutischen Behandlung einfügt, ist nachvollziehbar, dass Konsultationsgründe dieselben sind wie die der Physiotherapie.

        Allgemein:

  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne
  • Schwindel
  • Gesichtsschmerzen und Tinnitus
  • Begleitung von kieferorthopädischen Regulierungen (Zahnspange)
  • akute und chronische Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und Gelenke
  • Verdauungsstörungen wie auch Reflux und Sodbrennen
  • wiederkehrende Atemwegsinfekte
  • nach Traumen und Unfällen
  • etc.

        Frauen:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Zyklusstörungen
  • Kinderwunsch (auch als unterstützende Maßnahme zur künstlichen Befruchtung)
  • Schwangerschaft (Kreuz- und Kopfschmerzen, Sodbrennen, Übererregbarkeit, Atemnot...)
  • nach schweren Geburten (Narbenbeschwerden im Dammbereich, Babyblues, Bindungsprobleme...)
  • Beckenbodendysfunktionen
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • häufige Blasenentzündungen
  • etc.

        Babys und Kinder:

  • Regulationsstörungen ('Schreibabys')
  • Schreckhaftigkeit
  • Überstreckungsneigung
  • Stillprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Schädelabflachungen (Plagiocephalie)
  • Schiefhals (Torticollis)
  • bevorzugte Haltung des Kopfes
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Entwicklungsstörungen/-verzögerungen
  • allgem. oder nächtliches Einnässen
  • wiederkehrende Mittelohrentzündungen
  • nach Unfällen
  • etc.